Dieser Artikel wurde von lizenzierten US-amerikanischen Medizinerinnen und Medizinern verfasst und ins Deutsche übersetzt. Er dient zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Die zweiwöchige Wartezeit kann, ganz ehrlich, die längsten zwei Wochen überhaupt sein, wenn du versuchst, schwanger zu werden. Während du darauf wartest herauszufinden, ob es geklappt hat, achtest du auf jedes Ziepen und machst bei 8 DPO Schwangerschaftstests – obwohl du weißt, dass sie zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich noch negativ sind. Warten ist so schwer, aber wusstest du, dass dein Zervixschleim tatsächlich ein verräterisches Zeichen für eine frühe Schwangerschaft sein kann?

Phasen des Zervixschleims während deines Zyklus

Zervixschleim ist ein guter Indikator für Fruchtbarkeit und Gesundheit. Er verändert sich im Laufe deines Menstruationszyklus aufgrund von Schwankungen der Hormone Östrogen und Progesteron.

Schauen wir uns als Beispiel einen durchschnittlichen 28-Tage-Zyklus ohne Empfängnis an:

  • Zyklustag 1–5: Während deiner Periode – du produzierst weiterhin Zervixschleim, er ist durch das Blut nur nicht so gut zu bemerken.
  • Zyklustag 6–7: Nach dem Ende der Periode – du kannst ein paar trockene Tage haben oder verschiedene Arten von Ausfluss bemerken.
  • Zyklustag 8–10: Vor dem Eisprung – der Schleim kann cremig, feucht, leicht dehnbar oder eine Kombination daraus sein, je näher du dem Beginn deines fruchtbaren Fensters kommst.
  • Zyklustag 11–14: In der Nähe des Eisprungs – der Zervixschleim wird zunehmend dünnflüssig, feucht, klar, glitschig und dehnbar, bis er seinen Höhepunkt als fruchtbarer Ausfluss erreicht, der rohem Eiweiß ähnelt.
  • Zyklustag 15–28: Zervixschleim nach dem Eisprung – kann durch das Hormon Progesteron, das verhindert, dass Spermien in den Gebärmutterhals gelangen, zeitweise dick und klebrig sein, bis der Menstruationszyklus wieder beginnt.

Wichtig ist: Nicht jede Frau hat einen 28-Tage-Zyklus, und der Eisprung findet nicht unbedingt am 14. Zyklustag statt. Das Beobachten von Veränderungen des Zervixschleims zusätzlich zum Tracking des luteinisierenden Hormons (LH) kann die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen, wenn der Geschlechtsverkehr im fruchtbaren Fenster stattfindet.

Bilder von Zervixschleim in der Frühschwangerschaft

Wie sieht Zervixschleim in der Frühschwangerschaft aus?

Wenn es zur Empfängnis gekommen ist, ist es weniger wahrscheinlich, dass du nach dem Eisprung Trockenheit bemerkst – eher eine Bandbreite an Ausfluss-Konsistenzen.

Der Körper einer Frau ist unglaublich schlau! Schwangerschaftshormone signalisieren deinem Körper, die kostbare befruchtete Eizelle zu schützen – und das kann sich im vaginalen Ausfluss zeigen. Wenn du also diesen Klumpen Ausfluss in deiner Unterwäsche siehst, weißt du: Das ist ein gutes Zeichen für Gesundheit!

Wenn die Einnistung stattfindet, kommt es häufig auch zu leichten Schmierblutungen, die sich mit Zervixschleim vermischen. Das liegt daran, dass sich der Embryo in die Gebärmutterschleimhaut einnistet und sich dort ein schönes, gemütliches Zuhause für die nächsten 9 Monate schafft.

Ist es normal, wenn man in der Schwangerschaft keinen Ausfluss hat?

Manche Frauen haben in der Frühschwangerschaft wenig bis gar keinen Zervixschleim, während andere ständig zu Slipeinlagen greifen, um nicht schon wieder eine weitere, vom Ausfluss durchnässte Unterhose wechseln zu müssen.

Jede Frau ist einzigartig – deshalb ist es hilfreich, deine individuellen Ausflussmuster im Laufe deines Zyklus zu tracken. In der Premom-App kannst du Menge und Konsistenz deines Zervixschleims ganz einfach protokollieren, um Veränderungen zu erkennen, die dir schon vor anderen Symptomen Hinweise darauf geben können, dass du schwanger bist.

Weitere Anzeichen einer frühen Schwangerschaft

Weil die Veränderungen oft subtil sind, bemerken manche Frauen in der Frühschwangerschaft keine deutliche Veränderung des vaginalen Ausflusses. Das sind die häufigsten frühen Symptome und Anzeichen einer Schwangerschaft:

  • Ausbleibende Periode
  • Krämpfe
  • Leichte Schmierblutungen, sogenannte Einnistungsblutung, zwischen 6–10 Tagen nach dem Eisprung
  • Häufiges Wasserlassen
  • Empfindliche Brüste
  • Blähbauch
  • Müdigkeit
  • Übelkeit
  • Verstärkter Geruchssinn
  • Stimmungsschwankungen

Auffälliger Ausfluss? Wann du deine Ärztin oder deinen Arzt anrufen solltest.

Solange dein vaginaler Ausfluss in Farbe und Konsistenz normal ist und nicht riecht, kannst du ihn als Zeichen von Gesundheit sehen! Die Produktion von Zervixschleim wird durch all die wunderbaren Hormone angeregt, die in der Frühschwangerschaft ansteigen – daher ist es völlig normal, klaren, feuchten, cremigen oder leicht klebrigen Zervixschleim zu haben.

Wenn jedoch eines der folgenden Merkmale auf deinen Ausfluss zutrifft, ist es eine gute Idee, deine Ärztin oder deinen Arzt zu kontaktieren:

  • Grün, gelb oder grau gefärbt
  • Käsige oder klumpige Konsistenz
  • Riecht unangenehm
  • Begleitet von Schwellung, Juckreiz oder Rötung im Bereich der Scheide
  • Begleitet von Schmerzen beim Wasserlassen

Diese Symptome könnten auf eine mögliche Infektion hinweisen. Fühl dich deswegen niemals eingeschüchtert oder peinlich berührt, deine Ärztin oder deinen Arzt zu kontaktieren – sie sehen so etwas ständig! Sowohl du als auch deine Ärztin oder dein Arzt werden froh sein, dass du angerufen hast.

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