Dieser Artikel wurde von lizenzierten US-amerikanischen Medizinerinnen und Medizinern verfasst und ins Deutsche übersetzt. Er dient zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Schwangerschaftstests für zu Hause sind das praktischste und am weitesten verbreitete Mittel, um herauszufinden, ob du schwanger bist. Sie funktionieren durch den Nachweis von humanem Choriongonadotropin (hCG), einem Hormon, das in der Frühschwangerschaft gebildet wird.
Leider kann es gelegentlich vorkommen, dass du ein falsch-positives Ergebnis erhältst. Das kann sowohl irreführend als auch verwirrend sein. Hier möchten wir 5 häufige Ursachen mit dir teilen, damit du dich bei der Interpretation deiner Testergebnisse sicherer fühlst.
1. Verdunstungslinien
Wenn ein Schwangerschaftstest länger als die empfohlene Ablesezeit liegen bleibt, kann es zu einer leichten Verfärbung der Testlinie (T) kommen, der sogenannten „Verdunstungslinie“, die einem positiven Test ähnelt. Es ist entscheidend, dass du die Anweisungen bei der Durchführung des Tests genau befolgst. Nimm die Easy@Home Schwangerschaftstests als Beispiel: Es wird empfohlen, das Ergebnis nach 5 Minuten abzulesen, um eine optimale Genauigkeit zu gewährleisten.
2. Biochemische Schwangerschaft
Eine biochemische Schwangerschaft tritt auf, wenn sich eine befruchtete Eizelle, der Embryo, nicht einnisten oder nicht weiterentwickeln kann. Dies kann viele Gründe haben, wie etwa Chromosomenanomalien, Myome, Narbengewebe, niedriger Progesteronspiegel oder eine angeborene Fehlbildung der Gebärmutter, die zu einer unregelmäßig geformten Gebärmutter führt.
3. Kürzliche Fehlgeburt oder Schwangerschaftsabbruch
Nach einem Schwangerschaftsabbruch oder einer Fehlgeburt sinkt der hCG-Spiegel nur sehr langsam ab. In der Regel nimmt das hCG über einen Zeitraum von 9 bis 35 Tagen ab. Der Durchschnitt liegt bei etwa 19 Tagen. Wenn du in diesem Zeitraum einen Schwangerschaftstest machst, kann dies zu einem falsch-positiven Ergebnis führen.
4. Medikamente
Wenn du dich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterziehst, verschreibt dein Arzt möglicherweise eine synthetische hCG-Auslösespritze (unter Markennamen wie Novarel, Pregnyl, Pergonal, Ovidrel oder Profasi), die den Follikeln hilft, reife Eizellen freizusetzen. Leider können auch diese zu einem falsch-positiven Ergebnis führen.
Andere Medikamente, die ein falsch-positives Ergebnis verursachen können, sind unter anderem:
- Angstlösende Medikamente wie Diazepam (Valium) oder Alprazolam (Xanax)
- Antipsychotika wie Clozapin oder Chlorpromazin
- Antihistaminika, einschließlich Promethazin
- Antikonvulsiva wie Phenobarbital oder andere Barbiturate
- Medikamente gegen die Parkinson-Krankheit, einschließlich Bromocriptin (Parlodel)
- Diuretika wie Furosemid (Lasix, Diuscreen)
- Methadon (Dolophine)

5. Medizinische Bedingungen
Bestimmte medizinische Zustände können dazu führen, dass der hCG-Spiegel einer Frau ansteigt und ein positives Ergebnis auslöst, obwohl sie nicht schwanger ist. Dazu gehören unter anderem:
- Störungen der Hirnanhangdrüse und des Hormonspiegels, insbesondere bei Frauen in der Perimenopause
- Gestationsbedingte trophoblastische Erkrankungen, die Tumore in den Zellen verursachen, die normalerweise die Plazenta bilden
- Ovarialzysten, insbesondere Corpus-luteum-Zysten
- Eileiterschwangerschaft
- Phantom-hCG, bei dem Antikörper mit dem Testkit interagieren
- Sulfatiertes hCG, das am häufigsten in der Perimenopause auftritt
- Harnwegsinfektionen
- In sehr seltenen Fällen Krebserkrankungen der Blase, des Gebärmutterhalses, des Dickdarms, der Gebärmutterschleimhaut, der Lunge, der Eierstöcke, der Bauchspeicheldrüse, der Nieren, der Leber, der Brust und des Magens
Vielleicht fragst du dich, wie du ein falsch-positives von einem echten Ergebnis unterscheiden kannst. Es ist einfacher, als du denkst. Teste alle paar Tage weiter. Wenn die Testlinie (T) dunkler wird, siehst du wahrscheinlich die Verdoppelung des hCG-Hormonspiegels, die bei einer frühen Schwangerschaft auftritt. Wenn nicht, handelt es sich möglicherweise um ein falsch-positives Ergebnis.
Nächste Schritte
Nach einem positiven Schwangerschaftstest zu Hause sollte immer ein Arzttermin folgen. Dein Arzt kann einen Blut- oder Urintest anordnen, um das Ergebnis zu bestätigen und deinen hCG-Spiegel zu überwachen. Falls du ein falsch-positives Ergebnis erhalten hast, wird dein Arztbesuch auch das klären.
Einige frühe Schwangerschafts- und Einnistungssymptome können ebenfalls gute Indikatoren dafür sein, ob du wirklich schwanger bist. Diese Anzeichen der Einnistung können zudem wichtige Informationen für deinen Arzt sein, um eine genaue Diagnose zu stellen.
Denk daran, dass falsch-positive Ergebnisse vorkommen, aber sie sind kein Zeichen dafür, dass du niemals schwanger wirst. Hab Vertrauen und teste weiter!
Von Heidi Tian, medizinisch geprüft von Krankenschwester Heather Frame, BSN, RN
Referenzen
| "Helping women track their ovulation in a smarter way" |






